Sie sehen gerade Inhalte für den Standort:
Germany / Deutsch

Racing |

Porsche Penske Motorsport feiert beim packenden IMSA-Saisonfinale Petit Le Mans einen starken Sieg

Lesezeit

9 Minuten

IMSA
Porsche Penske Motorsport

Porsche Penske Motorsport beendete die Saison der IMSA WeatherTech SportsCar Championship mit einem hart erkämpften Sieg bei der 29. Ausgabe von Petit Le Mans auf der Road Atlanta.

Die Mannschaft mit der #6, Laurens Vanthoor, Kévin Estre und Matt Campbell, setzte sich in einem vom Wetter beeinflussten Rennen mit 16 Full-Course-Yellow-Phasen durch und feierte den ersten Saisonsieg. Vanthoor fuhr den Sieg nach einem späten Neustart in spannenden letzten 10 Minuten von der Spitze aus nach Hause.

Es war der dritte Saisonsieg für Porsche Penske Motorsport, der erste des 963 auf der Road Atlanta, Estres erster IMSA-Erfolg sowie ein letzter GTP-Sieg in Porsche-Farben für Campbell, den IMSA-Champion von 2025.

Porsche verteidigte zudem den Herstellertitel im Michelin Endurance Cup und gewann diese Wertung zum dritten Mal in Folge.

Enttäuschung gab es jedoch für die Mannschaft mit der #7, deren Hoffnung auf einen Sieg-Hattrick bei den drei größten IMSA-Rennen innerhalb einer Saison 90 Minuten vor dem Ende zunichtegemacht wurde.

"Aus mehreren Gründen wollten wir dieses Rennen unbedingt gewinnen. Darauf hatten wir alles ausgerichtet, es hieß alles oder nichts", sagte Laurens Vanthoor. "Es fühlt sich sehr gut an, denn mit dem Auto mit der #6 hatten wir ein schwieriges Jahr. Es lief nicht so, wie wir es uns erhofft hatten. Und die Ergebnisse, die man von außen gesehen hat, haben nicht immer die gute Arbeit widergespiegelt, die wir hinter den Kulissen geleistet haben und die außer den Leuten im Team eigentlich niemand gesehen hat. Deshalb ist das für uns eine sehr schöne Art, die Saison zu beenden.”

"Wir konnten für Porsche, für Penske und für uns drei viele Ziele abhaken. Für mich persönlich war es ein Traum in Amerika Daytona, Sebring und Petit Le Mans zu gewinnen. Dieser Traum ist jetzt Wirklichkeit geworden. Es ist also ein absolut unglaublicher Tag. Mit Kévin und Matt habe ich schon viele Erfolge gefeiert - wir haben gemeinsam WM-Rennen gewonnen und wurden in Le Mans Zweiter. Und wie Kévin gesagt hat, ist das vorerst wahrscheinlich unser letztes gemeinsames Rennen. Es auf diese Weise zu beenden, ist schon ziemlich schön."

Rennverlauf

Die beiden Fahrzeuge von Porsche Penske Motorsport starteten von den Plätzen fünf und sieben. Vanthoor saß im Auto mit der #6 vor Laurin Heinrich im Schwesterfahrzeug mit der #7.

Der Regen am Vormittag hatte rund zwei Stunden vor dem Rennstart aufgehört. Dennoch herrschten schwierige Bedingungen, als das Saisonfinale mit dem gesamten GTP-Feld auf Regenreifen begann.

Der Start verlief jedoch geordnet, und die beiden 963 beendeten die erste Runde direkt hintereinander. Vanthoor hielt seine Position, während Heinrich in der ersten Runde einen Platz gutmachte.

Bis Runde 11, rund 15 Minuten nach Beginn des Zehn-Stunden-Rennens, war die Strecke weit genug abgetrocknet, sodass das Auto mit der #6 von Platz sechs an die Box kam. Die #7 folgte eine Runde später.

Dank schneller Arbeit der Porsche-Penske-Motorsport-Crew in der Box machten beide Fahrzeuge eine Position gut, bevor Vanthoor mit einem starken Überholmanöver am Cadillac mit der #31 vorbeiging und virtuell auf Platz vier vorrückte.

Vanthoor gehörte zu diesem Zeitpunkt zu den schnellsten Fahrern auf der Strecke, bevor zwei Full-Course-Yellow-Phasen in der zweiten Stunde den Vorwärtsdrang beider Fahrzeuge bremsten. Die #6 verlor zudem durch eine Durchfahrtsstrafe wegen einer Berührung mit einem GTD-Pro-Fahrzeug Zeit.

Nachdem während der zweiten dieser Phasen die Fahrerwechsel absolviert worden waren, verbrachten Felipe Nasr und Kévin Estre einen Großteil der folgenden zwei Stunden auf den Plätzen sieben und acht und tauschten zwischenzeitlich die Positionen.

Während Estre auch über das Ende der dritten Stunde hinaus im Fahrzeug mit der #6 blieb, übergab Nasr die #7 an Julien Andlauer. Dieser machte sich umgehend daran, Boden gutzumachen und überholte nach einem Safety-Car-Neustart innerhalb von zwei Runden zwei Fahrzeuge.

Als in Runde 134 erneut Regen einsetzte, spielte Andlauer seine Stärke jedoch besonders aus. Er rückte auf der Strecke auf Platz vier vor, übernahm Rang drei, als der Führende an die Box kam, und absolvierte seinen eigenen Stopp kurz bevor eine Full-Course-Yellow-Phase ausgerufen wurde.

Andlauer kehrte auf Platz vier zurück, rückte jedoch auf Rang zwei vor, als Estre beim Neustart an die Box kam und der Führende, der noch auf Slicks unterwegs war, zurückfiel. Kurz darauf folgte eine weitere Full-Course-Yellow-Phase, nachdem zwei LMP2-Fahrzeuge kollidiert waren. Diese blieb bestehen, bis bei noch sechs Stunden und 21 Minuten Restzeit nach 145 absolvierten Runden wegen schweren Unwetters in der Region die rote Flagge gezeigt wurde.

Das Rennen wurde knapp eine halbe Stunde später fortgesetzt. Andlauer lag im Auto mit der #7 auf Platz zwei, während sich die vom Pech verfolgte #6, nun mit Campbell am Steuer, am Ende des GTP-Feldes befand. Während einer der längeren Rennphasen unter Grün übergab Andlauer schließlich an Heinrich. Im Zuge dieser Boxenstopp-Phase ging die #7 an den beiden führenden Fahrzeugen vorbei.

Bei der nächsten Gelbphase liefen die Strategien im Wesentlichen wieder zusammen. Heinrich kam lediglich zum Nachtanken an die Box, während andere, darunter auch die #6, einen vollständigen Service samt Fahrerwechsel absolvierten.

Heinrich nahm den Neustart in Runde 228 damit von Platz eins auf und setzte sich schnell von der Konkurrenz ab. Estre saß inzwischen wieder im Fahrzeug mit der #6, lag auf Rang fünf und versuchte den Rückstand auf die Fahrzeuge vor ihm zu verkürzen.

Das gelang ihm, indem er zunächst einem sich drehenden Konkurrenten auswich und anschließend an einem weiteren Fahrzeug vorbeiging, das durch diesen Zwischenfall aufgehalten worden war. Danach schloss er zum Zweitplatzierten auf und überholte ihn mit einem mutigen Manöver außen herum in Kurve 1, während der 963 bei einsetzender Dämmerung immer stärker wurde.

Heinrich und Estre hatten einen Vorsprung von 10 Sekunden auf die Verfolger herausgefahren, als in Runde 261 erneut eine Full-Course-Yellow-Phase ausgerufen wurde. Während der Boxenstopps wurden sie jedoch überholt und nahmen den Neustart auf den Plätzen drei und vier auf, wobei Estre nun vor Heinrich lag.

In die Abstimmung des Porsche 963 für die Nacht war viel Arbeit geflossen, und das zahlte sich aus: Auch während der letzten Fahrerwechsel gehörten die Fahrzeuge weiterhin zu den schnellsten auf der Strecke. Nasr übernahm dabei die #7, während Vanthoor wieder in die #6 stieg.

90 Minuten vor Schluss lagen beide noch mitten im Kampf um den Sieg, als Nasr vom Pech getroffen wurde. Beim Versuch, Vanthoor auf der Start-Ziel-Geraden durch den Verkehr zu folgen, zog er vor einem GTD-Fahrzeug nach innen und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein.

Damit war die #6 der einzige verbliebene 963 im Kampf um den Sieg. Vanthoor nahm den folgenden Neustart auf Platz drei auf und kämpfte sich innerhalb der einzigen Runde bis zur nächsten Full-Course-Yellow-Phase auf Rang zwei vor.

Gut eine Stunde vor Schluss gelang ihm ein weiteres starkes Überholmanöver, als er am Ausgang der letzten Kurve die Führung übernahm.

Vanthoor verlor die Spitze nach seinem letzten Boxenstopp kurzzeitig auf der Outlap, während er seine Reifen auf Temperatur brachte. Eine Runde später eroberte er sie jedoch mit einem starken Manöver am Ausgang der letzten Kurve zurück, während sein Hauptkonkurrent hinter überrundeten Fahrzeugen festhing.

Von da an blieb Vanthoor fehlerfrei. Er baute seinen Vorsprung bis zur letzten Gelbphase wieder aus und wehrte anschließend beim 16. und letzten Neustart des Rennens einen späten Angriff ab, um die Saison mit einem Sieg abzuschließen.

GTP-Kundensport

Für JDC-Miller MotorSports ging eine Saison, in der das Team als erstes Kundenteam überhaupt einen Sieg in der GTP-Ära gefeiert hatte, zwei Stunden vor dem Ende enttäuschend zu Ende.

Das Fahrzeug war mit Kaylen Frederick am Steuer vom letzten Platz seiner Klasse gestartet. Gemeinsam mit Nico Müller und Tijmen van der Helm blieb er in der Anfangsphase in der Führungsrunde, verlor jedoch nach und nach den Anschluss und lag zur Rennhalbzeit zwei Runden zurück.

Mit einer cleveren Strategie rund um die zahlreichen Full-Course-Yellow-Phasen kämpfte sich die Crew jedoch zurück in die Führungsrunde und lag bei Einbruch der Dunkelheit auf Platz neun der Klasse.

Gut zwei Stunden vor Schluss fand das Rennen jedoch ein abruptes Ende. Van der Helm geriet beim Versuch, zwei GTD-Fahrzeuge zu überholen, auf das Gras, verlor die Kontrolle und schlug außen in Kurve 9 in die Streckenbegrenzung ein, bevor er am Beginn der Schikane von Kurve 10 zum Stehen kam.

GTD Pro

Beide Kundenfahrzeuge in der GTD-Pro-Klasse kämpften während des gesamten spannenden Zehn-Stunden-Rennens auf der Road Atlanta um den Klassensieg.

Der Manthey-Porsche und das Fahrzeug von AO Racing lagen zur Rennmitte sogar auf den Plätzen eins und zwei und fuhren am Ausgang der Schikane nebeneinander. Dabei verlor der Porsche mit der #77 von AO Racing eine Position, während Manthey mit der #911 für die Situation eine Durchfahrtsstrafe erhielt.

Thomas Preining kämpfte sich im Schlussstint wieder zurück in den Kampf um die Führung, fiel mit der #911 bis ins Ziel jedoch auf Platz sieben zurück.

Damit führte Harry King die Porsche-Hoffnungen im Fahrzeug an, das er sich mit Nick Tandy und Alessio Picariello teilte. King kämpfte in den Schlussrunden hart, verpasste den Sieg in der GTD-Pro-Klasse letztlich aber um lediglich 1,507 Sekunden.

GTD

Auch in der GTD-Klasse gab es einen zweiten Platz zu feiern. Die #912 von Manthey 1st Phorm sorgte mit Riccardo Pera, Ryan Hardwick und Morris Schuring für das dritte Porsche-Podium.

Ähnlich wie das Auto mit der #77 von AO Racing steckte auch die #912 in der Schlussphase mitten im Kampf um den Sieg, verpasste den Klassenerfolg am Ende jedoch um lediglich 0,733 Sekunden.

Auch der Porsche mit der #120 von Wright Motorsports lag in der letzten Stunde noch aussichtsreich im Rennen, doch eine Durchfahrtsstrafe wegen einer Berührung machte die Chancen zunichte. Das Fahrzeug belegte schließlich Platz acht.

Auch das Fahrzeug mit der #28 von RS1 mischte im Kampf um die Spitze der Klasse mit, musste nach einer Berührung anderthalb Stunden vor Schluss jedoch hinter die Boxenmauer geschoben werden.

Die vollständigen Ergebnisse von Porsche beim Petit Le Mans:

GTP-Klasse (Porsche 963):

P1 Porsche Penske Motorsport #6: Kévin Estre / Laurens Vanthoor / Matt Campbell DNF Porsche Penske Motorsport #7: Julien Andlauer / Felipe Nasr / Laurin Heinrich DNF JDC-Miller MotorSports #5: Nico Pino / Tijmen van der Helm / Kaylen Frederick

GTD-Pro-Klasse (Porsche 911 GT3 R):

P2 AO Racing #77: Harry King / Nick Tandy / Alessio Picariello P7 Manthey #911: Klaus Bachler / Ricardo Feller / Thomas Preining / Ayhancan Güven

GTD-Klasse (Porsche 911 GT3 R):

P2 Manthey 1st Phorm #912: Ryan Hardwick / Richard Lietz / Morris Schuring / Riccardo Pera P7 Wright Motorsports #120: Adam Adelson / Callum Ilott / Tom Sargent DNF RS1 #28: Jan Heylen / Ryan Yardley / Zachary Vanier

Motorsport Series

© 2026 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

* Soweit die Verbrauchs- und Emissionswerte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoff-/Stromverbrauch, die CO2-Emissionen, die Reichweite und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

** Wichtige Hinweise zu den vollelektrischen Porsche Modellen finden Sie hier.