Porsche kämpfte sich beim Battle on the Bricks auf dem Indianapolis Motor Speedway auf das Podium und bewahrte damit die Chance, den Titel in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship zu verteidigen.
Der Porsche 963 mit der #6 von
Das Ergebnis lässt Heinrich vor dem Saisonfinale, dem Petit Le Mans, eine rechnerische Chance auf den Fahrertitel, auch wenn beide Meisterschaftsszenarien inzwischen weitgehend theoretischer Natur sind.
Während sich die #6 von einem dramatischen Start in Kurve 1 erholte und
Auch JDC-Miller MotorSports erlebte einen schwierigen Start, kämpfte sich mit seinem Kunden-Porsche 963 aber noch auf Platz neun zurück.
In den GT-Klassen lag der Porsche 911 GT3 R mit der #77 von AO Racing auf Kurs zu einem GTD-Pro-Podium, bevor eine Strafe "Rexy" auf Platz zehn zurückwarf. Wright Motorsports belegte in der GTD-Klasse Rang sechs.
Rennverlauf
Das Battle on the Bricks dauerte 160 Minuten, doch für Porsche veränderte sich das Bild des Rennens bereits wenige Sekunden nach der grünen Flagge.
Alle drei Porsche 963 waren in Kurve 1 in Zwischenfälle verwickelt, wobei es die #7 von Porsche Penske Motorsport am härtesten traf.
Nachdem der 963 im Gedränge in der ersten Kurve gedreht worden war, wurde er von den nachfolgenden LMP2 getroffen, wodurch das Fahrzeug erheblich beschädigt wurde.
Die aufwendigen Reparaturarbeiten machten jede Aussicht auf ein starkes Ergebnis für Julien Andlauer und Felipe Nasr praktisch zunichte.
Die Crew benötigte rund 20 Minuten, um die #7 wieder auf die Strecke zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt lag sie bereits 24 Runden zurück.
"Wir sind mit viel Selbstvertrauen in das Rennen gegangen, aber direkt nach der ersten Kurve war alles vorbei", sagte Julien Andlauer. "Unser Team hat sämtliche Schäden innerhalb von 20 Minuten repariert. Das war beeindruckend! Danach war unser Auto wieder wie neu. Wir konnten im weiteren Rennverlauf zwar keine Positionen mehr gutmachen, haben aber wichtige Daten gesammelt. Das könnte uns beim Saisonfinale auf der Road Atlanta helfen."
Der Porsche 963 mit der #6 überstand das Chaos der ersten Runde weitgehend unbeschadet und entwickelte sich zum aussichtsreichsten Fahrzeug von Porsche Penske Motorsport.
Estre und Heinrich hielten den Anschluss an die Spitzengruppe, während Strategie und das Timing der Gelbphasen die Reihenfolge immer wieder durcheinanderbrachten.
Heinrich zeigte im Schlussstint eine starke Aufholjagd und arbeitete sich von Platz sechs auf Rang drei vor und brachte den Porsche 963 mit der #6 nur 5,202 Sekunden hinter dem siegreichen BMW ins Ziel.
Porsche verlässt Indianapolis mit 2.778 Punkten auf Platz zwei der GTP-Herstellerwertung, 136 Punkte hinter Cadillac.
Heinrich liegt auch in der Fahrerwertung weiterhin auf Rang zwei, 147 Punkte hinter Jack Aitken.
"Die Aufholjagd bis auf das Podest war stark und das Ergebnis einer perfekten Teamleistung", sagt Thomas Laudenbach, Vice President Porsche Motorsport. "Leider sind unsere Hoffnungen auf einen erneuten Titelgewinn trotz dieses Ergebnisses inzwischen nur noch theoretischer Natur. Dennoch werden wir beim Finale auf der Road Atlanta noch einmal alles geben."
GTP Kundensport
Auch JDC-Miller MotorSports wurde Opfer des Chaos in der ersten Runde.
Tijmen van der Helm wurde in den Zwischenfall in Kurve 1 verwickelt, wodurch der Porsche 963 mit der #5 zu Reparaturen an die Box musste. Eine anschließende Strafe sorgte für zusätzlichen Zeitverlust.
Von da an lag der Fokus auf der Aufholjagd. Van der Helm und Nico Müller arbeiteten sich nach und nach zurück ins Rennen, wobei die Strategie dem Kunden-Porsche dabei half, noch Platz neun in der Gesamtwertung zu retten.
"Mein Teamkollege wurde direkt nach dem Start in absolutes Chaos verwickelt", sagt Nico Müller. "Er konnte in dieser Situation nichts tun, um die Berührung zu vermeiden. Leider mussten wir anschließend zu Reparaturen an die Box und außerdem eine Strafe absitzen. Danach lagen wir eine Runde zurück."
"Dank einer guten Strategie konnten wir zumindest noch ein paar Positionen gutmachen. Beim nächsten Rennen auf der Road Atlanta müssen wir versuchen, unseren Porsche 963 besser in das optimale Arbeitsfenster zu bringen. Wenn uns das gelingt, ist ein gutes Ergebnis möglich."
GTD Pro
Für den Porsche 911 GT3 R mit der #77 von AO Racing, den sich Nick Tandy und Harry King teilten, sah es lange nach einem deutlich stärkeren Ergebnis aus.
"Rexy" kämpfte zeitweise um einen Podestplatz, doch während einer Full-Course-Yellow-Phase zerschlugen sich die Hoffnungen von AO Racing.
Da dem Fahrzeug mit der #77 der Kraftstoff auszugehen drohte, musste Tandy für einen Notfallstopp in die geschlossene Boxengasse fahren.
Die Crew führte dabei mehr Arbeiten aus, als unter diesen Bedingungen erlaubt waren. Dafür gab es eine 60-Sekunden-Strafe, durch die der Porsche aus dem Kampf um das Podium fiel.
Da in der Schlussphase kaum noch Gelegenheit bestand, die verlorene Zeit wieder aufzuholen, belegten Tandy und King in der GTD-Pro-Klasse Platz zehn, zwei Runden hinter dem siegreichen Fahrzeug.
Tandy und King reisen mit 2.575 Punkten auf dem sechsten Platz der vorläufigen GTD-Pro-Fahrerwertung zum Saisonfinale.
GTD
Wright Motorsports komplettierte den GT-Auftritt von Porsche in Indianapolis mit Platz sechs in der GTD-Klasse. Adam Adelson und Callum Ilott brachten den Porsche 911 GT3 R mit der #120 in der Führungsrunde ins Ziel und überquerten die Ziellinie 16,862 Sekunden hinter dem Klassensieger.
Für den einzigen Porsche in dieser Kategorie war es vor dem Saisonfinale in Atlanta ein solides Ergebnis.
Blick nach vorn
Die IMSA WeatherTech SportsCar Championship reist nun für das Motul Petit Le Mans am 3. Oktober zum Michelin Raceway Road Atlanta.
Das Zehn-Stunden-Rennen bringt zum Finale der Saison 2026 und zum Abschluss des Michelin Endurance Cup alle vier Klassen der WeatherTech Championship zusammen.
Alle Porsche-Ergebnisse beim TireRack.com Battle On The Bricks 2026
GTP-Klasse (Porsche 963): P3 – #6 Porsche Penske Motorsport: Kévin Estre, Laurin Heinrich P9 – #5 JDC-Miller MotorSports: Tijmen van der Helm, Nico Müller P11 – #7 Porsche Penske Motorsport: Felipe Nasr, Julien Andlauer
GTD-Pro-Klasse (Porsche 911 GT3 R): P10 – #77 AO Racing: Nick Tandy, Harry King
GTD-Klasse (Porsche 911 GT3 R): P6 – #120 Wright Motorsports: Adam Adelson, Callum Ilott