Zum GEN3-Abschluss wird das Porsche Formel E Team mit einer ikonischen historischen Lackierung beim Saisonfinale in London antreten.
Mit ihren roten, goldenen und blauen Streifen erinnern die Farben an eine Ära der Innovation und Dominanz, in der Porsche sowohl in der Startaufstellung als auch in der Werkstatt Maßstäbe setzte.
Vom Nürburgring bis zu den 24 Stunden von Le Mans, von der Rallye Paris-Dakar bis Silverstone: Autos in diesen ikonischen Farben gewannen überall, wo sie antraten.
Nur selten hat eine Lackierung in so vielen Bereichen so viel Erfolg symbolisiert und so bahnbrechende Innovationen vorangetrieben. Als echte Raceborn-Legende war sie viele Jahre lang sowohl auf der Rennstrecke als auch abseits davon wegweisend.
Doch die siegreiche Lackierung mit ihrer weißen Karosserie, den rot-goldenen Streifen und den blauen Seiten steht sinnbildlich für ein Jahrzehnt der Dominanz.
Nun ist eine weitere Ikone an der Reihe: der
Mit bislang fünf Weltmeistertiteln ist das rein elektrische Auto bereits das erfolgreichste Modell der dritten Formel-E-Generation.
Sein jüngster Erfolg gelang Ende Juli beim Tokio E-Prix, als Porsche die Herstellerweltmeisterschaft gewann. Doch zwei Titel sind noch zu vergeben: die Teamweltmeisterschaft und die Fahrerweltmeisterschaft.
Mit acht Fahrern im Titelrennen, darunter beide Werksfahrer
Inspiriert von der Größe der Gruppe C: Der Porsche 956
Der Porsche 956 zeigte seine Dominanz von Beginn an.
Bei seinem Renndebüt beim 6-Stunden-Rennen von Silverstone 1982, dem zweiten Lauf der damaligen Sportwagen-Weltmeisterschaft, holte er bereits bei seinem ersten Einsatz den Klassensieg und den zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Nur einen Monat später ging es zu den 24 Stunden von Le Mans. Dort verblüffte er die Konkurrenz und belegte auf dem Circuit de la Sarthe die ersten drei Plätze, angeführt von Jacky Ickx und Derek Bell.
Der 956 gewann in jenem Jahr nicht nur erneut in Le Mans und sicherte sich damit seinen zweiten Sieg in Folge, sondern die ersten acht Plätze wurden ausschließlich von Porsche 956 belegt.
In der folgenden Saison setzte sich sein Erfolg fort. 1983 verteidigte der Porsche 956 sowohl den Hersteller- als auch den Fahrertitel, erneut mit Ickx.
Der 956 gewann in jenem Jahr nicht nur zum zweiten Mal in Folge in Le Mans, sondern die gesamten Top acht bestanden aus Porsche 956.
Im selben Jahr stellte Stefan Bellof einen Rekord auf, der 35 Jahre Bestand haben sollte: Im Qualifying für das 1.000-km-Rennen umrundete er die Nürburgring-Nordschleife in 6:11,13 Minuten.
Mit einem Schnitt von mehr als 202 km/h hielt sein Rekord, bis er 2018 schließlich von Timo Bernhard im Porsche 919 Evo unterboten wurde.
Das Erbe fortführen: Der Porsche 962 C
Obwohl der Porsche 956 Ende 1984 aus dem Einsatz genommen wurde, sorgte schon bald ein weiteres Modell für Furore im Sportwagenrennsport: der Porsche 962 C.
Er basierte auf dem 956, war 120 mm länger und wurde rund um ein besonders leichtes Aluminium-Monocoque aufgebaut, um neue Reglements zu erfüllen und für die IMSA zugelassen zu werden.
Auch er wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Sowohl 1986 als auch 1987 holte das starke Trio Hans-Joachim Stuck, Derek Bell und Al Holbert den Gesamtsieg.
Beide Siege gelangen mit großen Vorsprüngen, und der Erfolg von 1987 war der dominanteste des Jahrzehnts: 20 Runden vor dem nächsten Konkurrenten.
Gemeinsam fuhren der Porsche 956 und sein Nachfolger, der 962, zu fünf Herstellertiteln in Folge und gewannen alle großen Langstreckenrennen.
Ihre Bilanz umfasst sieben Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans, sechs Siege bei den 24 Stunden von Daytona und vier Erfolge bei den 12 Stunden von Sebring. Insgesamt gewann das Duo 39 Weltmeisterschaftsläufe und 55 IMSA-Rennen.
Offroad-Erfolg: Der Porsche 953 und der Porsche 959
Rallyesport spielte in der Geschichte von Porsche eine große Rolle, und einige der berühmtesten Siege gelangen im schwierigen Terrain der Sahara.
1984 betrat der Porsche 953, auch bekannt als Porsche 911 Carrera 3.2 4x4 Paris Dakar (953), die Bühne und feierte bei seinem Debüt einen beeindruckenden Sieg.
Dank seiner präzisen Ingenieurskunst und der Robustheit des 911 meisterten René Metge und Dominique Lemoyne die 11.000 Kilometer lange Strecke über 20 Tage und schlugen die besten Fahrer und Offroad-Fahrzeuge der Welt.
Es war das erste Mal, dass ein Sportwagen diese Veranstaltung gewann, und bis heute gilt dieser Erfolg als einer der bedeutendsten Siege in der langen Geschichte von Porsche Motorsport.
Die Erkenntnisse aus dem 953 flossen anschließend in die Entwicklung des 959 ein, des Allrad-Supercars, das seinem Vorgänger zum Sieg bei der Paris-Dakar folgen sollte.
Für die Ausgabe 1986 wurden Prototypen dieses Modells gebaut, mit wüstentauglichem Fahrwerk und entsprechenden Karosserieanpassungen.
Sie dominierten die Veranstaltung, belegten die ersten beiden Plätze auf dem Podium und zusätzlich Rang sechs. Erneut gewannen Metge und Lemoyne, vor Jacky Ickx und Claude Brasseur auf Platz zwei.
Nur 292 straßenzugelassene Serienexemplare des 959 wurden gebaut, doch er bereitete den Weg für den Einsatz von Allradantrieb in 911-Modellen, der bis heute fortgeführt wird.
75 Jahre Porsche Motorsport feiern
Diese Lackierung ist die jüngste in einer Reihe von Sonderdesigns zur Feier von
Das
Das komplett silberne Farbschema erinnerte an das ikonische mexikanische Straßenrennen und wurde beim zweiten Rennen der Formel-E-Saison am 10. Januar eingesetzt.
Es würdigte den legendären 550 Spyder, mit dem Hans Herrmann 1954 bei der Carrera Panamericana einen Klassensieg erzielte.
Im April brachte das Team die historische Sau-Lackierung zu seinem Heimrennen beim Berlin E-Prix, mit der Müller einen sensationellen Sieg errang - seinen ersten in der Meisterschaft.
Inspiriert vom Porsche 917/20, der bei den 24 Stunden von Le Mans 1971 für Aufsehen sorgte, kehrte die Lackierung 47 Jahre später für einen zweiten Einsatz zurück und beendete das legendäre Rennen nach kräftezehrenden 344 Runden als Sieger der GTE-Pro-Kategorie.
Das große Finale: Der London E-Prix
Die letzten beiden Rennen von Saison 12 finden am 15. und 16. August im Londoner ExCeL Centre statt.
Vor dem Saisonfinale liegt Wehrlein auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung, nur fünf Punkte hinter dem Führenden.
Teamkollege Müller hat mit 44 Punkten Rückstand auf den Führenden rein rechnerisch ebenfalls noch Chancen auf den Titel.
Jake Dennis, der ebenfalls einen 99X Electric für das Kundenteam Andretti Formula E fährt, führt vor dem Rennen in London die Gesamtwertung an.
Das Porsche-Werksteam geht als Zweiter in der Teamwertung ins Finale, 14 Punkte hinter dem Spitzenreiter.
Angesichts dieser Rückstände kann Porsche beide Titel erst im zweiten London-Rennen am Sonntagnachmittag gewinnen.
Bleibt auf unserem