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Die Porsche-Junioren 2026 vorgestellt: Marcus Amand und Flynt Schuring

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Junior Programme

Zum Auftakt der neuen Saison haben wir uns mit den beiden neuen Porsche-Junioren getroffen, um mehr über ihren Weg in den Motorsport und ihre Ziele für 2026 und darüber hinaus zu erfahren.

Eine neue Motorsportsaison bietet zwei neuen Porsche-Junioren die Chance, sich in der Welt des Rennsports einen Namen zu machen.

Marcus Amand und Flynt Schuring sicherten sich diese Möglichkeit für 2026, nachdem sie sich Ende letzten Jahres in einem Auswahlverfahren mit zwölf talentierten Nachwuchsfahrern durchgesetzt hatten.

Diese wurden aus den verschiedenen Porsche Markenpokalen nominiert – entweder über die regionalen Carrera Cup Meisterschaften oder als Wildcards – und durchliefen einen umfangreichen Auswahlprozess, sowohl auf dem Circuito Estoril in Portugal, als auch im Porsche Esports Performance Center in Köln.

Mehr über das Shoot-out-Event gibt es hier.

Amand aus Finnland und Schuring aus den Niederlanden werden in diesem Jahr die komplette Saison im Porsche Mobil 1 Supercup sowie in regionalen Porsche Carrera Cup Serien bestreiten.

Während sie sich auf 2026 vorbereiten, haben wir uns mit den beiden zusammengesetzt, um mehr über ihren Einstieg in den Motorsport, die Bedeutung des Status Porsche-Junior und ihre Zukunftspläne zu erfahren.

Marcus Amand

In seiner erst zweiten Saison im Porsche Carrera Cup sicherte sich Marcus Amand 2025 den Titel im Porsche Carrera Cup France.

Der 20-Jährige mit finnisch-französischen Wurzeln zeigte eine beeindruckende Leistung und festigte seinen Status als vielversprechendes Nachwuchstalent. Dabei waren Erfolge für ihn nicht immer selbstverständlich, denn zuvor hatte er eine schwierige Phase im Formelsport durchlaufen.

Seine Karriere begann bereits im Alter von vier Jahren im Kartsport – mit dem Traum, im Formelsport erfolgreich zu sein. Schnell stellte sich der Erfolg ein: 2019 gewann er die OKJ-Klasse der CIK-FIA Karting European Championship und setzte sich dabei gegen den späteren Formel-1-Piloten Andrea Kimi Antonelli durch.

Kurz darauf wechselte Amand in den Formelsport und trat in der ADAC- sowie der italienischen Formel-4-Meisterschaft an, bevor er 2023 in die Formula Regional aufstieg. Doch es waren keine einfachen Zeiten für ihn.

„Es war sehr, sehr hart“, sagt er. „Ich glaube, es waren die schwierigsten Jahre meines Lebens – im Motorsport auf jeden Fall. Im Kartsport habe ich viel gewonnen und war immer vorne dabei.”

„Im Formelsport war ich, glaube ich, noch zu jung und nicht wirklich bereit. Rückblickend haben wir auf den falschen Rat gehört, und ich war mental noch nicht so weit.“

Die Wende kam für Amand, als er die Chance erhielt, im Porsche Carrera Cup France für Schumacher CLRT zu starten.

In seiner Debütsaison fuhr er vier Podestplätze ein und beendete das Jahr auf Rang vier. Er schaffte es in jedem Rennen in die Top 8 und sicherte sich den Rookie-Titel.

Nach jenen schwierigen Jahren gab ihm das den nötigen Schub im Selbstvertrauen. 2025 folgten zwei zweite Plätze beim zweiten Rennwochenende sowie zwei weitere Podestplätze und zwei Siege, die ihm den Titel einbrachten.

„Es war ein sehr schönes Jahr“, sagt er. „Das Team war wirklich stark. Es war extrem eng mit allen und bis zum Schluss sehr knapp. Aber ich hatte einfach Spaß – zum ersten Mal seit langer Zeit. Und das hat Leistung gebracht.”

„Die Frühphase der Saison war schwierig, weil wir im ersten Rennen disqualifiziert wurden und viele Punkte verloren haben. Wir mussten zurückkommen und konstant gute Ergebnisse liefern, um sicher den Titel zu holen.”

„Ehrlich gesagt war es eine Erleichterung, nach so vielen Jahren endlich wieder zu gewinnen – mein erster Titel. Ich war sehr glücklich.“

Zum krönenden Abschluss eines starken Jahres wurde er zusammen mit Schuring zum Porsche-Junior ernannt und erhält damit wertvolle Unterstützung für 2026.

„Ich bin sehr glücklich und dankbar, Teil einer so großen Marke zu sein“, sagt er.

Amand wird erneut im Porsche Mobil 1 Supercup antreten sowie eine komplette Saison im Porsche Carrera Cup Asia und Teilprogramme in Deutschland und Australien absolvieren.

Sein langfristiges Ziel ist klar – wie bei seinen Landsleuten und Porsche-Werksfahrern Kévin Estre und Julien Andlauer: Werksfahrer werden und den Porsche 963 fahren.

Sein größtes Ziel? „Ich werde alles dafür tun, für immer Porsche-Fahrer zu bleiben – das ist der Plan.“

Flynt Schuring

Der Name Schuring gewinnt 2026 weiter an Bedeutung im Motorsport. Während sein älterer Bruder Morris mit Manthey sein IMSA-Debüt in der GTD-Klasse feiert, setzt auch Flynt die Familiengeschichte fort.

Der 19-jährige Niederländer wurde 2025 mit drei Podestplätzen Gesamtdritter – und bester Rookie – im Porsche Mobil 1 Supercup. Zudem gewann er drei Rennen und stand fünfmal auf dem Podium im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, den er auf Rang vier abschloss.

Aufgewachsen in einer motorsportbegeisterten Familie, wurde Schuring früh inspiriert – sowohl von seinem Großvater als auch von seinem Vater, der auf der Nürburgring Nordschleife in der VLN fuhr, wo auch Flynt inzwischen erste Erfahrungen gesammelt hat.

Nachdem Schuring Erfahrungen im Kartsport gesammelt hatte, stieg er schnell in den Automobilsport auf und sorgte sofort für Aufsehen, indem er in beiden ersten Saisons Titel gewann – der zweite davon in der Porsche Sprint Challenge Benelux für Huber Racing.

Seitdem zeigt seine Karriere stetig nach oben – mit Rennsiegen in verschiedenen Carrera Cup Serien, trotz seines jungen Alters.

Schuring betont die wichtige Rolle seiner Familie: „Da mein Vater ähnliche Erfahrungen gemacht hat, ist es einfach mega, diese zu teilen – besonders nach meinem ersten NLS-Rennen im Cup-Auto.”

„Und noch mehr mit meinem Bruder, der diesen Weg schon gegangen ist.”

„Es ist immer gut, sich austauschen zu können und zu wissen, dass jemand hinter dir steht.“

Nach einem erfolgreichen Jahr 2025 ging Schuring mit einem klaren Ziel ins Porsche-Junioren-Shoot-out: gewinnen.

„Wenn du Profi werden willst, ist das eine der wenigen direkten Chancen, Teil eines Herstellers zu werden.”

„Das war immer ein großes Ziel für mich, deshalb war das Shoo-tout enorm wichtig.”

„Ich habe mich so gut vorbereitet, wie ich konnte – auch, wenn es viele Faktoren gibt, die man nicht beeinflussen kann. Es ist im Grunde ein viertägiges Bewerbungsgespräch unter Wettbewerbsbedingungen.”

„Ich wollte einfach mein Bestes zeigen.“

„Es war schon lange mein Traum, Teil einer Herstellerfamilie zu werden – besonders bei einer Marke wie Porsche mit dieser Geschichte. Dieser Schritt bedeutet mir sehr viel.“

Seine starke Leistung in Estoril und Köln sicherte Schuring den Platz im Programm. 2026 wird er erneut im Porsche Mobil 1 Supercup und im Carrera Cup Deutschland antreten.

Sein Ziel: „In die Fußstapfen von Porsche-Junioren wie Laurin Heinrich und Julien Andlauer zu treten und große Rennen wie Daytona, Nürburgring oder Le Mans zu gewinnen. Das ist mein Traum.“

Mehr zum Junioren-Programm

Porsche Motorsport fördert seit 1997 junge Talente auf ihrem Weg in den Profirennsport.

Neben einer finanziellen Unterstützung umfasst das Programm auch intensives Training in Fahrzeugtechnik, Setup-Arbeit, Fitness, Ernährung, Medienarbeit und Karriereplanung.

Zu den ehemaligen Junioren zählen Le-Mans-Sieger wie Timo Bernhard und Marc Lieb, IMSA-Champions wie Matt Campbell und Mathieu Jaminet sowie der aktuelle DTM-Champion Ayhancan Güven.

Weitere Informationen zum Porsche Motorsport Junioren-Programm gibt es hier.

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* Soweit die Verbrauchs- und Emissionswerte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoff-/Stromverbrauch, die CO2-Emissionen, die Reichweite und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

** Wichtige Hinweise zu den vollelektrischen Porsche Modellen finden Sie hier.