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Wehrlein erobert mit starkem Shanghai-Wochenende die Formel-E-Meisterschaftsführung zurück

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Formel E
Porsche Formula E Team

Pascal Wehrlein hat kurz vor Saisonende die Führung in der FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft zurückerobert, nachdem Porsche die schwierigen Bedingungen in Shanghai hervorragend meisterte.

Regen beeinflusste beide Rennen und führte zu kurzfristigen Änderungen am Zeitplan, um dem schlechtesten Wetter auszuweichen - darunter Trainings, die um 6 Uhr Ortszeit begannen.

Wehrlein und das Porsche Formel E Team kamen mit allen Wetterkapriolen meisterhaft zurecht: Im ersten Rennen siegte Wehrlein, im zweiten führte er die Gruppe der Fahrer mit der eher auf nasse Bedingungen ausgelegten Strategien an und belegte Platz vier.

Diese starken Ergebnisse brachten den Champion von Saison 10 zurück an die Spitze der Fahrerwertung der Formel E. Er hat nun neun Punkte Vorsprung bei nur noch zwei ausstehenden Rennwochenenden - den Doppelrennen in Tokio und London.

Porsche baute seine Führung in der Hersteller-Weltmeisterschaft am Wochenende auf 50 Punkte aus und verkürzte zudem den Rückstand auf die Spitze der Team-Weltmeisterschaft auf nur noch sechs Zähler.

Rennverlauf Rennen 1

Von der Pole-Position aus behielt Wehrlein in der ersten Rennhälfte in der Führungsgruppe die Kontrolle. Wann immer einer seiner engsten Konkurrenten kurzzeitig vorbeikam, konnte er die Führung schnell zurückerobern.

Aus der Führung heraus kam er in Runde 16 an die Box, um seinen Pit-Boost-Ladestopp zu absolvieren, und kehrte wieder an die Spitze zurück, als auch der Rest der Spitzengruppe stoppte.

Ein Safety-Car wegen schlechter werdender Wetterbedingungen brachte das Feld wieder direkt an ihn heran.

Beim Restart aktivierte Wehrlein jedoch sofort seinen Attack-Mode, ohne die Führung zu verlieren, und setzte sich anschließend einfach vom Rest des Feldes ab, um einen souveränen Sieg einzufahren.

Es war Wehrleins zweiter Saisonsieg und sein erster in Shanghai.

Sein Teamkollege Nico Müller arbeitete sich vom 14. Startplatz schnell nach vorn und mischte in den Kämpfen um die Top 10 mit. Nach dem Safety-Car versuchte er eine alternative Strategie, indem er seinen Attack-Mode später als die anderen nutzte, um in den Schlussrunden noch Boden gutzumachen.

Das zahlte sich aus: Müller kämpfte sich wieder nach vorn und holte mit Platz zehn den letzten Punkt.

Rennverlauf Rennen 2

Wehrlein und Müller waren in den nassesten Phasen des zweiten Rennens die Schnellsten und fuhren schnell in eine dominante Doppelführung.

Das Rennen entwickelte sich jedoch zu einem Duell zweier unterschiedlicher Strategien. Die Porsche gehörten zu den Fahrzeugen, die ihre Attack-Modes früh nahmen und bei den nassesten Bedingungen stark attackierten.

Andere setzten darauf, dass die Strecke später abtrocknen würde. Sie stimmten ihr Auto für trockene Bedingungen ab und sparten Energie sowie Attack-Modes für das Rennende auf.

Die Bedingungen entwickelten sich zugunsten dieser zweiten Gruppe. Deshalb war Wehrlein in den vergleichsweise trockenen Schlussrunden nicht in der Lage, die Führung zu halten.

Platz vier war dennoch mit Abstand das beste Ergebnis aller Fahrer, die um die Fahrer-Weltmeisterschaft kämpfen. Durch seine beiden starken Resultate wandelte Wehrlein im Verlauf des Wochenendes einen Rückstand von 27 Punkten in der Gesamtwertung in eine Führung von neun Punkten um.

Auch Müller behauptete sich gut, als die Strecke abtrocknete, und holte mit Platz sieben sein zweites Punkteresultat des Wochenendes. Damit bleibt er in der Fahrerwertung auf derselben Position.

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Das Andretti-Team war in beiden Rennen erneut ein Sieganwärter und fuhr über weite Strecken knapp hinter den Werks-Porsche.

Jake Dennis und Felipe Drugovich arbeiteten im Samstagsrennen zusammen und belegten die Plätze drei und vier. Damit knüpften sie an ihre gute Leistung aus Shanghai an.

Am Sonntag holte Drugovich seine erste Formel-E-Pole-Position, nachdem er Taylor Barnard im Finale besiegt hatte.

Das Andretti-Duo lag auch in der ersten Hälfte des Sonntagsrennens wieder auf den Plätzen drei und vier.

Letztlich beeinträchtigten jedoch dieselben Wetterfaktoren, die Wehrlein und Müller Probleme bereiteten, auch die Rennen der beiden Andretti-Fahrer.

Während Dennis auf Platz 13 zurückfiel, konnte Drugovich Rang sechs behaupten.

Auch das Cupra-Kiro-Team zeigte an einem schwierigen Wochenende zeitweise Spitzenpace.

Obwohl die alternativen Strategieentscheidungen insgesamt nicht aufgingen, zeigte Dan Ticktum im zweiten Rennen noch eine späte Aufholjagd und wurde Zehnter. Sein Teamkollege Pepe Martí kam auf Rang zwölf ins Ziel.

Am Samstag belegten die beiden die Plätze zwölf und 14, wobei Ticktum vor Martí lag.

Blick nach vorn

Mit den Ergebnissen aus Shanghai befindet sich Porsche nun in einer extrem starken Ausgangsposition für die entscheidende Schlussphase der Meisterschaft.

Nur noch zwei Veranstaltungen stehen im Kalender: die Nachtrennen in Tokio am 25. und 26. Juli sowie die Meisterschaftsentscheidung im Londoner ExCeL Centre Mitte August.

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