Porsche-Formel-E-Fahrer Pascal Wehrlein sicherte sich beim Madrid E-Prix einen Podiumsplatz, wobei fünf Autos mit Porsche-Antrieb auf dem Kurs in Jarama unter den Top 10 landeten.
Ein spätes Manöver des WM-Führenden brachte ihm Platz 3 und den Verbleib an der Spitze der Gesamtwertung, während Porsche sowohl die Führung in der Team- als auch in der Herstellerwertung behauptet.
Wehrlein war in dieser Saison bislang in der Hälfte der Rennen unter den Top 4 und sammelte nach dem Sieg zuletzt in Jeddah und dem dritten Platz in Miami ein weiteres Podium, was einen Vorsprung von 11 Punkten in der Gesamtwertung bedeutet.
Nico Müller holte mit einer riskanten Strategie im zweiten Porsche das Maximum heraus und arbeitete sich von Platz 13 auf Platz 8 nach vorn.
Auch für die Kundenteams war es ein starker Tag: Dan Ticktum wurde für CUPRA KIRO Vierter, und sein Teamkollege, der Lokalmatador Pepe Martí, kam als Neunter ins Ziel.
Jake Dennis war als Siebter bester Andretti-Fahrer, Felipe Drugovich wurde 15.
Rennverlauf
Wehrlein ging von Platz 6 ins Rennen, überholte in der ersten Runde in einer Kurve gleich zwei Autos und schob sich danach mit weiteren zwei Überholmanövern in Runde 2 auf Platz 2 nach vorn.
Das war ein starker Stint mit sehr kontrollierter Fahrweise des Champions der Saison 2023/24.
Obwohl der Werksfahrer in Runde 3 auf Platz 2 liegend von hinten durch Nyck de Vries getroffen wurde, wofür de Vries eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt, blieb Wehrleins Fahrzeug von entscheidenden Schäden verschont.
Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, als andere Fahrer ihre Attack-Modes früh nutzten und an ihm vorbeigingen, und das Team wählte die richtige Strategie, um relativ früh im Rennen zu einem Undercut in Runde 11 an die Box zu kommen.
In der Box verlor Wehrlein zwar eine Position an den späteren Sieger António Félix da Costa, blieb aber dran und wählte in Runde 18 von 23 im Rennen den perfekten Zeitpunkt für seinen Attack-Mode.
Obwohl Wehrlein in der Schlussphase hinter Ticktum auf Platz 4 zurückfiel, gab er sich nicht geschlagen und setzte in der letzten Kurve der letzten Runde ein spätes Manöver gegen Ticktum, um sich noch den Podiumsplatz zu sichern.
Müller startete als Achter, sparte Energie, kam später an die Box und nutzte den Attack-Mode früher als seine Rivalen. So machte er fünf Positionen gut.
Nachdem er vor diesem Rennwochenende die meisten Runden geführt hatte, hilft ihm Platz 8 dabei, Rang 6 in der Meisterschaft zu behaupten.
Trotz eines Jaguar-Doppelsiegs sorgen die harte Arbeit von Wehrlein und Müller, kombiniert mit guter Strategie und der starken Teamleistung, dafür, dass Porsche vor dem Heimrennen des Teams in Deutschland – auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin am 2. und 3. Mai – sowohl die Hersteller- als auch die Teamwertung anführt.
Kundensport
Ticktum startete als Neunter, lag aber schon in der ersten Runde in den Top 4 und tauschte in der frühen Rennphase mehrfach die Positionen mit Wehrlein, während die beiden Porsche-angetriebenen Fahrzeuge den Angriff nach vorn anführten.
Und der Druck durch Porsche-Power hörte dort nicht auf: Ein früher Attack-Mode des Lokalhelden Pepe Marti von CUPRA Kiro brachte ihm nach 10 Runden sogar die Führung.
Ticktum schob sich in Runde 11 nach einem Überholmanöver gegen Cassidy auf Platz 2. Obwohl er nicht so früh wie Wehrlein und andere im optimalen Fenster stoppte, wartete er aber auch so lange wie einige andere Konkurrenten. Am Ende konnte er nach seinem Pit-Boost in Runde 13 weiterhin um den Sieg kämpfen.
In der Schlussphase kam er bis auf Platz 2 nach vorn, beobachtet von Teaminvestor und Filmstar Idris Elba, und lieferte sich dabei starke Duelle mit den besten Fahrern der Formula E.
Durch Wehrleins spätes Überholmanöver fiel Ticktum auf Platz 4 zurück, machte damit aber dennoch vier Plätze gut und kletterte in der Gesamtwertung auf Rang 10.
Martí knüpfte an Platz 6 aus Jeddah an und wurde bei seinem Heimrennen Neunter, fiel in der Gesamtwertung jedoch um einen Rang auf Platz 12 zurück.
Für das Andretti-Team war es ein schwieriger Tag. Das Team versuchte, Felipe Drugovich vom letzten Startplatz nach vorn zu bringen, Jake Dennis ging von Platz 11 ins Rennen.
Dennis schob sich in der ersten Runde auf Platz 8 nach vorne. Später gewann er noch eine Position und wurde Siebter. Er stoppte spät, ließ sich dadurch aber nicht beeinflussen.
Drugovich führte das Rennen nach Start von ganz hinten in Runde 8 an, indem er seinen Attack-Mode nutzte.
Da die meisten Fahrer sich diesen für das Rennende aufhoben, fiel er später wieder zurück und wurde 15., fünf Plätze besser als sein Startplatz.
Blick nach vorn
Das nächste Formel-E-Rennen ist das Heimrennen des Teams in Deutschland, am 2. und 3. Mai auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin.
Das Double-Header-Wochenende verspricht spannenden Motorsport für Tausende Fans bei einem der Top-Events im Kalender.
Gefahren wird auf dem Gelände des alten Flughafens vor der beeindruckenden Kulisse des Terminals. Die Strecke ist 2,343 km lang und hat 15 Kurven.
Das Highlight-Event ist außerdem Teil des übergeordneten Programms "75 Jahre Porsche Motorsport", das 2026 stattfindet, also lohnt es sich, am Wochenende auf besondere Aktionen zu achten.