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Trefft das Porsche Formel E Team: Lernt Crew Chief Alexandre Saint-Voirin kennen

Lesezeit

5 Minuten

Porsche Formula E Team
Formel E

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Trefft das Porsche Formel E Team: Lernt Crew Chief Alexandre Saint-Voirin kennen

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Porsche Formula E Team
Formel E

Die Fahrer stehen zwar im Motorsport im Mittelpunkt, aber hinter den Kulissen arbeiten viele andere Teammitglieder hart daran, den Erfolg zu sichern.

Saison 12 der Formel-E-Weltmeisterschaft ist inzwischen in vollem Gange, fünf von 17 Rennen sind bereits absolviert.

Das gesamte Team arbeitet wie immer hart daran, erfolgreich zu sein, sowohl auf der Strecke als auch zwischen den Rennen zu Hause.

Doch wer sind einige der Schlüsselfiguren, die dafür sorgen, dass das Porsche Formel E Team in Bestform antritt?

Das zweite Porträt in unserer Serie "Trefft das Team" kommt von Crew Chief Alexandre Saint-Voirin.

Seit Saison 9 sorgt Alex in der Garage für gute Stimmung. Er ist immer für einen Tanz zu haben und hält die Laune auch in stressigen Situationen hoch.

Er arbeitet seit 2017 in der Formel E und stieß 2023 zum Porsche Formel E Team.

Das sagte Alex im Gespräch mit uns am Jeddah-Rennwochenende:

Wie lange bist du schon in deinem Job?

"Ich bin seit drei Saisons im Team, also seit Saison 9."

Kannst du uns eine kurze Zusammenfassung deiner bisherigen Karriere geben?

"Ich habe 2010 im Motorsport mit dem Carrera Cup angefangen. Danach bin ich in die European Le Mans Series gewechselt. Später bin ich zu einem komplett neuen Team gegangen, in dem wir uns von kleinen Prototypen bis zur LMP2 hochgearbeitet haben, mit Einsätzen in der ELMS und bei den 24 Stunden von Le Mans. Vor etwa acht Jahren hatte ich die Gelegenheit, in die Formel E zu wechseln, beginnend mit Techeetah in Saison 4. Ich war leitender Mechaniker für Jean-Éric Vergne. Am Ende der GEN2-Ära bin ich dann zu Saison 9 zu Porsche gewechselt."

Wie sieht ein Arbeitstag für dich aus?

"Kein Tag ist wie der vorherige, jeder Tag bringt etwas anderes. Wenn man an die Rennstrecke kommt, muss man zuerst alles aufbauen. Am zweiten Tag bereitet man das Auto vor und macht sich dann bereit für das Freie Training, die technische Abnahme und die Legalitätschecks. Samstag und Sonntag sind Renntage, also ist jeder Tag einzigartig. Das ist der spannendste Teil: Man bekommt in diesem Job keine Routine. Abseits der Strecke arbeite ich von zu Hause aus, bespreche nach, was auf der Strecke passiert ist, identifiziere Probleme und bespreche, wie wir sie lösen. Wir konzentrieren uns darauf, das Team, unsere Tools und die Ausrüstung zu verbessern. Nach dem nächsten Rennen sehen wir, ob die Änderungen, die wir gemacht haben, funktionieren."

Was gefällt dir an deinem Job am besten?

"Auch hier gilt: Kein Tag ist wie der vorherige. Es ist, als wäre jeder Tag ein neuer Tag. Diese Anpassung und Reaktion, die man jeden Tag liefern muss, weil man nie weiß, was passieren kann, es ist kein langweiliger Job."

Was hat dich zur Formel E gezogen?

"Das war für meine Karriere eine Chance, neue Technologie zu erleben und zu sehen, wie man Effizienz und Geschwindigkeit von elektrischen Autos verbessern kann. Als ich in Saison 4 angefangen habe, hatten wir das GEN2-Auto. Jetzt, mit GEN3, ist es bereits ein sehr leistungsstarkes Auto. Wir bereiten aktuell den nächsten Schritt mit GEN4 vor – mit Allradantrieb und von der Performance her fast vergleichbar mit der Formel 1. Dass es zu 100 % elektrisch ist und gleichzeitig so schnell, und wie sich die Technologie ständig weiterentwickelt, das ist der interessanteste Teil des Jobs."

Was ist deine Lieblingsstrecke im Kalender und warum?

"Das ist eine richtig schwierige Frage! Jede Strecke ist anders. Die schönste ist Monaco. Mexiko ist mit all den Fanbereichen einfach herausragend. Es fühlt sich an wie eine After-Christmas-Party, bei der wir alle zum Jahresstart an der Rennstrecke zusammenkommen, mit komplett vollen Tribünen und einem vollbesetzten Stadion. Die Atmosphäre dort ist unglaublich. Dann gibt es London, das Finale, mit einer coolen Location und einer Strecke, die drinnen und draußen verläuft. Das ist das dramatischste Rennwochenende des Jahres, weil es das Saisonfinale ist. Wenn man um die Meisterschaft kämpft, kann man am Ende richtig glücklich oder richtig traurig sein. Wenn man nicht um die Meisterschaft kämpft, ist es als Zuschauer trotzdem mega, anderen beim Fight zuzusehen. Und man weiß, am Ende ist man auch froh, weil die Saison vorbei ist und man sich auf die nächste freuen kann."

Wie fühlt es sich an, Teil des Porsche Formel E Team zu sein?

"Ich bin wirklich stolz, bei einer historischen Marke an neuer Technologie zu arbeiten, wo wahrscheinlich niemand erwartet hätte, dass Porsche so viel Aufwand betreibt, um das zum Laufen zu bringen. Ich bin wirklich stolz, für diese Premium- und Traditionsmarke im Motorsport zu arbeiten."

Was ist deine schönste Erinnerung aus deiner Zeit bei Porsche?

"Ich habe viele gute Erinnerungen, aber ich glaube, am besondersten war der erste Weltmeistertitel – die Fahrermeisterschaft mit Pascal. Endlich hat sich all die Mühe und Energie ausgezahlt, und wir haben den Titel nach Hause gebracht. Ich finde, nach all der Arbeit an der Rennstrecke und im Werk hatten alle es verdient, den Pokal mit nach Hause zu nehmen."

Erzähl uns eine interessante Sache über dich, die man vielleicht noch nicht weiß!

"Da es ein sehr stressiges und lautes Umfeld ist, mit so vielen Menschen um einen herum, bin ich zu Hause gern ruhig und mache Puzzles. Das hilft mir, den Kopf von allem freizubekommen und einfach allein zu sein, an nichts zu denken und es zu genießen, die Teile zusammenzusetzen. Das ist ein bisschen wie ein Rennteam: Man muss alle Puzzleteile an der richtigen Stelle zusammenfügen, um am Ende ein schönes Bild zu bekommen."

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* Soweit die Verbrauchs- und Emissionswerte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter wie z.B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoff-/Stromverbrauch, die CO2-Emissionen, die Reichweite und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

** Wichtige Hinweise zu den vollelektrischen Porsche Modellen finden Sie hier.