Porsche Sports Cup Suisse
Zweimal Platz eins für Jack Sherwood mit dem Porsche 911 GT3 Cup, zwei Siege für Dragos Buriu am Steuer des 911 GT3 R in der Gruppe Open GT: Der Porsche Sports Cup Suisse ist auf dem 4’653 Kilometer langen Autodromo Internacional do Algarve erfolgreich in die neue Saison gestartet.
Kevin Lattion und Alexandre Mottet gewannen in der GT4 Clubsport-Gruppe ihre Klassen. Bei frühlingshaft sonniger Witterung endete das dreitägige Auftaktwochenende mit einem zweistündigen Langstreckenrennen, das Stephan Heim und Michael Joos für sich entscheiden konnten.
Porsche Sprint Challenge Suisse: GT3 Cup
In beiden Rennen des GT3 Cup hielt am Ende Jack Sherwood, der jeweils auch von der Pole-Position des Trainingsschnellsten gestartet war, den grössten Pokal in den Händen. In dieser Gruppe treten die 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992.1 ohne Traktionskontrolle und Renn-ABS gegeneinander an – inzwischen eine Besonderheit im Rahmen der zahlreichen Markenpokale mit diesem Rennwagen. Im ersten Lauf musste sich Sherwood noch gegen seinen Sportec Racing-Teamkollegen Gregor Burkard wehren, der nach der ersten Runde kurz die Führung an sich gerissen hatte. Dies konnte der Brite aber schnell wieder korrigieren und bis zur Zielflagge nach 18 Runden einen Vorsprung von acht Sekunden herausfahren. Platz drei ging an Christian Caramuscia vor Simon Mathys und Ilario Introna.
Im Nachmittagsrennen fuhr Sherwood einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg heraus, den er erneut mit der schnellsten Rennrunde unterstrich. Hinter dem Zweitplatzierten Burkard musste Caramuscia um seinen dritten Rang kämpfen. Er verlor diese Startposition zunächst gegen Introna, der sich im ersten Umlauf gleich um zwei Plätze verbessern konnte. In Runde fünf und sechs tauschten sie erneut die Reihenfolge, dann musste Introna vorzeitig aufgeben. Hinter Caramuscia durfte sich Jan Klingelnberg als Vierter über eine starke Aufholjagd freuen. Nach dem Einsatz von Joker-Reifen war er von Platz acht gestartet, konnte schnell die ersten Positionen aufholen und in Runde sechs auch an Simon Mathys vorbeigehen. Für ein Podestergebnis fehlten ihm schliesslich nur noch 2,5 Sekunden.
Porsche Sprint Challenge Suisse: GT4 Clubsport
In der Gruppe GT4 endeten die beiden Rennen mit dem identischen Ergebnis. Mit seinem 500 PS starken Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport fuhr Kevin Lattion jeweils auf den ersten Platz. Am Steuer des 718 Cayman GT4 Clubsport MR mit 425 PS stand Alexandre Mottet zweimal auf der obersten Podiumsstufe.
Porsche Sprint Challenge Suisse: Open GT
Mit seinem bis zu 565 PS starken 911 GT3 R der Generation 992 hat Dragos Buriu die Gesamtwertung der beiden Rennen in der Gruppe Open GT für sich entschieden. Im ersten Lauf profitierte der Rumäne auch von einem problematischen Start seines direkten Konkurrenten Patrick Dinkeldein, der nach drei Runden Letzter war und das Feld von hinten aufrollen musste. Die Aufholjagd führte den Deutschen mit Rundenbestzeit noch bis auf den dritten Rang hinter Stephan Heim, der den zweiten Platz und den Sieg in der Klasse 23 für den 911 GT3 R der Generation 991.2 bejubeln durfte. Auch im zweiten Lauf liess Buriu mit einem Start-Ziel-Sieg nichts anbrennen, während sich Dinkeldein erst in der letzten Runde um 0,1 Sekunden gegen Heim durchsetzen konnte.
Bei den 911 GT3 Cup-Fahrzeugen der Generation 992.1, die in der Klasse 21 mit Renn-ABS und Traktionskontrolle antreten, behielt Nico Gründel im Vormittagsrennen die Oberhand gegen Leandro Martins. Der Brasilianer lag am Ende nur 1,5 Sekunden vor seinem Landsmann Nelson Monteiro Junior. Im Kampf um den vierten Rang konnte Marcus Graichen in der letzten Runde noch das Duell mit Tarek Fahmy für sich entscheiden.
Im zweiten Rennen hiess der Klassensieger Levin Gelf. Der Deutsche übernahm bereits in der Startrunde die erste Position, musste im elften Umlauf aber Leandro Martins zunächst den Vortritt überlassen. Der Brasilianer erhielt nachträglich jedoch 30 Strafsekunden, da er nach einer Safety-Car-Phase bereits vor der Startlinie zum Überholen angesetzt hatte. Auch Max von Rosen verlor seinen dritten Platz aufgrund von Zeitstrafen. Hiervon profitierte Nelson Marcondes do Amaral Filho, der auf den zweiten Rang vor David von Rosen vorrückte. Die Geschichte des Rennens hat indes Nico Gründel geschrieben: Nach einer desaströsen Startrunde war er von der Pole auf die letzte Position zurückgefallen. Im Ziel durfte der Deutsche den vierten Platz feiern.
Porsche Sports Cup Suisse: Endurance
Das zweistündige Langstreckenrennen zum Abschluss des Portimao-Wochenendes hat Stephan Heim gemeinsam mit seinem Teamchef Michael Joos gewonnen. Platz zwei ging an Levin Gelf und den deutsche Rennprofi Jannes Fittje, die Sieger in der Klasse 21 für den 911 GT3 Cup mit elektronischen Assistenzsystem. Auf Rang drei konnten sich Leandro Martins und Dieter Svepes knapp um 0,845 Sekunden gegen Helmut Rödig durchsetzen, der sich in Person des Österreichers Christopher Zöchling ebenfalls professionelle Unterstützung gesichert hatte. Bester Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport im Ziel war der Mittelmotor-Rennwagen von Kevin Lattion und Antoine Leclerc.
«Die hochmoderne Formel-1-Rennstrecke von Portimao hat uns in diesem Jahr erneut eine hervorragende Bühne für den Saisonauftakt des Porsche Sports Cup Suisse geboten», betont Richard Feller, Präsident des Porsche Sports Cup Suisse. «Was mich besonders freut: Dank des Live-Streams auf YouTube konnten die Fans allen Rennen wieder von daheim folgen.»