Das Porsche Formel E Team holte bei den beiden Rennen des Berlin E-Prix einen Sieg und einen Podiumsplatz, Pascal Wehrlein verteidigte seine Führung in der Fahrerwertung.
Nico Müller holte am Samstag auf dem Flughafenkurs in Tempelhof seinen ersten
Das Duo erreichte seine Erfolge mit dem berühmten "Sau"-Retrodesign, mit dem das Team
Es war insgesamt ein starkes Wochenende für Porsche-Antriebe: Am Samstag landeten zwei Porsche-Fahrzeuge in den Top 10, am Sonntag waren es drei.
Nachdem er seine Führung am Samstag kurzzeitig abgegeben hatte, übernahm Wehrlein mit dem Podium am Sonntag mit 101 Punkten wieder die Spitze der Fahrerwertung.
Auch in der Team- und Herstellerwertung behauptete Porsche nach Runde 8 von 17 die Führung.
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E, sagte: „Zweites Rennen an diesem Wochenende in Berlin und ein weiteres Podium – diesmal für Pascal, dazu die Pole-Position und sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft.“
„Für Nico war es ebenfalls ein starkes Rennen von Startplatz 11 aus. Im Kampf um Platz 5 kollidierte er leider mit einem anderen Fahrzeug.“
„Ein Top-Fünf-Ergebnis wäre heute für ihn möglich gewesen. Insgesamt war es ein sehr starkes Wochenende, an dem wir den Vorsprung in der Team- und in der Herstellerwertung ausbauen konnten. Mein Dank gilt allen Fans für die Unterstützung an diesem Wochenende sowie dem gesamte Team – an der Strecke und im Werk.“
Samstagsrennen: Sieg für Müller
Das Wochenende begann mit einem Paukenschlag: Nico Müller holte einen beeindruckenden Sieg - seinen ersten in der Formel E.
Von Startplatz 6 aus hielt sich der Schweizer in der Anfangsphase zurück, um Energie zu sparen - ein entscheidender Schritt im Rennen über 39 Runden.
Obwohl er früh eine Position verlor, ging er in Runde 4 an Teamkollege Wehrlein vorbei und lag damit auf Platz 5.
Kurz darauf fiel Wehrlein, der von Platz 2 gestartet war, wegen eines Reifenschadens vorne rechts im Feld zurück.
Er musste zum Reifenwechsel an die Box und führte dabei auch direkt seinen Pit Boost durch, einen 34-sekündigen Stopp für 10 % zusätzliche Energie.
Leider gelang es ihm nicht mehr, sich vom Ende des Feldes zurückzukämpfen.
Vorne nahm Müller unterdessen in Runde 23 seinen Pit Boost und kam als Neunter wieder auf die Strecke, lag aber nach den Boxenstopps schnell wieder auf Platz 4.
Mit einem mutigen strategischen Zug aktivierte er in Runde 28 den Attack Mode – recht früh –, doch dieser zahlte sich aus: Müller übernahm 10 Runden vor Schluss die Führung.
Schnell baute er einen Vorsprung auf 2,2 Sekunden aus und vergrößerte diesen bis zur Zielflagge auf 4,8 Sekunden.
Nach dem Samstagsrennen lagen Wehrlein und Müller auf den Plätzen 2 und 3 der Fahrerwertung, das Porsche Formel E Team baute seine Führung in der Teamwertung aus.
Sonntagsrennen: Podium für Pascal
Nach einem frustrierenden Samstag schlug Wehrlein am Sonntag zurück, holte sein viertes Podium der Saison 2025/26 und übernahm direkt wieder die Führung in der Meisterschaft.
Von der Pole gestartet, behauptete Wehrlein in der ersten Hälfte der Auftaktrunde die Führung, bevor er nach außen fuhr und andere Fahrer in dem energieintensiven Rennen an die Spitze ließ.
Er blieb in den Top 5, vermied Zwischenfälle und arbeitete sich anschließend wieder nach vorn, bevor er in Runde 10 auf der Gegengeraden Platz 2 übernahm.
Nach einem sehr engen Kampf aktivierte er in Runde 20 seinen Attack Mode und hielt dabei Platz 2.
Wehrlein aktivierte seinen zweiten Attack Mode in Runde 29, fuhr zwei Runden später die schnellste Runde und übernahm in Runde 32 die Führung.
Auch wenn er aufgrund der Attack-Mode-Strategie noch zwei Plätze verlor, beendete er sein Heimrennen auf Platz 3.
Müller startete knapp außerhalb der Top 10 von Platz 11 und machte im Rennen gute Fortschritte, sodass er in die Punkte fuhr.
Weiter nach vorn ging es jedoch nicht mehr, weil ihn ein Schaden nach einer Berührung zurückwarf. Am Ende verpasste er die Punkte als 13. knapp.
Kundensport
Im Samstagsrennen kamen drei Porsche-angetriebene Autos in den Top 10 ins Ziel: Andretti-Pilot Jake Dennis und Cupra-Kiro-Fahrer Pepe Martí wurden Fünfter beziehungsweise Siebter.
Andretti-Fahrer Felipe Drugovich verpasste die Punkte als 13. knapp, während ein technisches Problem bei Cupra-Kiro-Pilot Dan Ticktum dazu führte, dass er das Rennen nicht beendete.
Am Sonntag war Dennis der bestplatzierte Fahrer der Kundenteams: Von Startplatz 12 aus fuhr er auf Platz 6. Teamkollege Drugovich zeigte ebenfalls eine starke Leistung und wurde Neunter.
Die Cupra-Kiro-Autos kamen auf den Plätzen 12 und 14 ins Ziel, Martí vor Ticktum, nachdem beide von den Startplätzen 19 und 20 mehrere Positionen gutgemacht hatten.
Blick nach vorn
Die Formel E trägt am 16. und 17. Mai in Monaco ihr zweites Doppelrennen in diesem Monat aus.
Als eine der bekanntesten und malerischsten Kulissen im Motorsport, bilden die Straßen von Monte Carlo die Bühne für zwei weitere spannende Rennen.
Die beiden Rennen im Fürstentum sind die Läufe 9 und 10 von 17 der Saison 2025/26.